002: wie ich laurie penny leider einmal nicht getroffen habe…

sendung #002 vom 24.03.2019: wie ich laurie penny leider einmal nicht getroffen hab. nach einer langen einführung über bestimmt 10 (zehn+) oder noch länger minuten komme ich zum pudels kern und lasse mich über den frauenanteil der beteiligten der leipziger buchmesse aus, erzähle von der sinnlosigkeit, mich an genderdebatten zu beteiligen und schneide noch eine menge sinnloses zeug wieder raus. den rest könntihr hören… (und der swingende name im titel der folge taucht dort natürlich nur als swingendes schlagwort um überhaupt irgendwo zu erscheinen auf. scusi, ptmsn.)


9133. mrs25. READER zu ephemeridenmusik 002:

nachschlag, postscriptum, humble relativation, no excuse.
schon klar. ich habe mich aus dem fenster gelehnt. jedoch: ich befinde mich naiv-unschuldig-impulsiv erst am anfang einer beteiligung an betreffenden debatten und bin ehrlich interessiert an antworten kommentaren bösem shit, die mich von meinem chauvinistischen rosz herunterstoszen, das ich wild auf die festungsgräben der (progressive) lenke. die halten das aus oder, wenn jemand ingen aning versucht, durchzubrechen. ihr habt einfach die besseren argumente, nur kenne ich sie nicht s.o. „anfang…“ ich lerne ehrfürchtig von denen, die bereitwillig streuen, was dem aufgeklärungsbedürftigen spettat an wissen um inhalte protagonisten der debatte fehlt. ironie? nee. devotheit. isso.
trotzdem habe ich eine menge -aber- die mir durch den kopf gehen, wenn ich (zb. lila podcast; anekdotisch evident) während ich über gräbern krauche zuhöre. und das mit den gräbern ist auch schnell der pudel, den ich schwer nachvollziehen kann: es scheint stets so zu sein, dasz die masse der betroffenen, leidenden unter ungerechtigkeit frauen auf jeden fall einen allen gemeinsamen konflikt austragen müssen: karriere – kinder – familie – haushalt. okay. das sehe ich. es musz nicht leicht sein, das zu bewältigen und der mann, der mehrverdiener mit rente im voraus usw. begünstigt ggüber seiner evtl. gattin. klar. is ganz einfach. is ungerecht. aber, nochmal, an dieser stelle: über wen redet ihr und zu wem? von der kassiererin, die an der kasse karriere machen will? von der gärtnertussi, die irgendwann vorarbeiter wird? von der mediamarktbedienung, der callcenteragentin, der schnepfe im buchladen? echt? um die geht es euch auch? was hindert diese frauen daran, aufzusteigen? dazu braucht man in diesen berufen wohl kaum mehr als anständig zu arbeiten wie der männliche kollege und ein kind, familie, haushalt behindern eigentlich nicht das fortkommen auf dieser begrenzten (leiter.) ihr redet doch von jemand anderem, oder? von ärztinnen, anwältinnen, medienleuten, kreativen, von berufen, wo man überhaupt (mehrleistung in überstunden) erbringen könnte, um mehr rauszuholen als geld, möglicherweise. und: eure prämissen schlieszen notwendigerweise mindestens 1 kind in die argumentation ein, oder? wir reden hier also immer von einem benachteiligten komplex -familie-, nicht von der frau. entscheidet sich aber nur die frau für ein kind? nicht die werdende familie? wäre diese dann nicht als monade auch den monaden singles gegenüber zu veranlagen, die sich eben dann für ein anderes leben entschieden haben, was ihnen finanziell durchaus auch zum nachteil gereicht (was ich richtig finde…) wenn man eine gleichartige ausgangssituation annimmt. (urlaubstage, blaumachen wegen kindergartenshit, kündigungsschutz…) dasz es den singlemonaden natürlich leichter fällt, karriere zu machen, ist doch aber nicht eine verzerrung der wettbewerbsbedingungen, die ja jeder monade zuerst offenstehen, so zu akzeptieren und für sich zu gestalten, wie es paszt. wer sich für ein leben ohne kinder entscheidet, naja…
zweites aber: frauen arbeiten in berufen, die weniger gut bezahlt werden u.a. (lila) weil: sie eher sich im beruf verwirklichen wollen, als männer. okay. kann auch sein. ja. na und? ist ein freies land, oder? wenn man also davon ausgeht, dasz die kassiererin und der kassierer genausoviel verdienen und der paygap aus ua. dem o.a. grund in den höhergestellten berufen statt 6% auf einmal doch wieder 20% beträgt, ist doch die entscheidung für einen ungerecht vergüteten beruf eine freie, oder?

ich weisz nicht, wen ihr alles hinter euch vermutet, es ist aber mit sicherheit nicht die menge der leute, die in diesem land die politik dadurch bestimmen, dasz sie seit ewigkeiten die falschen parteien wählen. wenn der feminismus aus seiner frauenecke rauskommt und jedem vernünftigen menschen -auf augenhöhe- erklären kann, was in dieser welt ungerecht ist, dann nehme ich gern auch die sichtweise an, dasz in ihm das letzte aufrichtige moment linker politik zu verorten ist. solange handelt es sich jedoch, wie immer, früher und heute, um elitäre überheblichkeit dem (aus seiner selbstverschuldetetn unmündigkeit zu befreienden) individuum.

ich entschuldige mich fürs du. ich bin nur ein bauarbeiter.

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nachträge: 2969 namen, 1344 vermutlich weiblich, 1435 vermutlich männlich, 170 (von mir) nicht zuzuordnen. 45%, 49%, 6%. bauarbeiter waren nicht beteiligt.

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